Abstieg der Männer Bundesliga

Abstieg der Männer Bundesliga

15.08.2021

Ahlhorn – Riesenjubel bei den Faustballern des SV Moslesfehn, Katzenjammer beim Ahlhorner SV: Während die Crew von SVM-Coach Hartmut Lübbers bei der Aufstiegsrunde im schleswig-holsteinischen Hohenlockstedt den zweiten Platz belegte und wie der siegreiche VfL Kellinghusen in der Feldsaison 2022 erstklassig ist, muss der ASV nach 20 Jahren ununterbrochener Zugehörigkeit das Bundesliga-Oberhaus verlassen.
Nach Wildeshauser Kreiszeitung - Sven Marquart


Knackpunkt war ausgerechnet das Derby zwischen den beiden Landkreisrivalen, das Moslesfehn glücklich mit 3:2 gewann. „Das war der Genickbruch! Das Spiel hätte genauso gut anderes ausgehen können – die Chance war da“, ärgerte sich Ahlhorns Spielertrainer Tim Albrecht.

1. Spieltag
VfL Kellinghusen – Ahlhorner SV 3:0 (11:7, 11:7, 11:5): Das Duell der beiden Erstliga-Letzten war eine klare Sache. VfL-Angreifer Sascha Heidrich schlug sehr gut und variabel. „Trotzdem haben wir mitgehalten und uns gut verkauft. Allerdings haben wir in den entscheidenden Phasen wieder mal die wichtigen Punkte liegengelassen“, verwies Albrecht auf ein Manko, das sich durch die gesamte Saison gezogen hatte.

MTV Wangersen – Ahlhorner SV 0:3 (6:11, 8:11, 6:11): Durch die vorangegangene Niederlage stand der ASV bereits in der zweiten Partie mächtig unter Druck. Doch gegen den enttäuschenden Vizemeister der 2. Bundesliga Nord, der in der gesamten Aufstiegsrunde keinen einzigen Satz gewann, hatten die Ahlhorner wenig Mühe.

2. Spieltag
Ahlhorner SV – SV Moslesfehn 2:3 (10:12, 11:13, 11:9, 11:8, 8:11): Für den am zweiten Tag verhinderten Andrej Macht übernahm Erik Grotelüschen die rechte Abwehrposition. Die ersten beiden Sätze gingen jeweils in der Verlängerung an den Zweitliga-Meister. Dabei hatte der ASV im zweiten Abschnitt bereits mit 8:6 geführt. „Kämpferisch hatten wir uns nichts vorzuwerfen“, betonte Tim Albrecht. Angefeuert von der Ahlhorner U 18-Mannschaft schaffte sein Team tatsächlich den Satzausgleich. Angreifer Jan Hermes punktete immer wieder mit der Angabe. Im Entscheidungssatz war auch beim letzten Seitenwechsel aus Ahlhorner Sicht noch alles drin (5:6). Doch dann versetzte SVM-Angreifer Florian Würdemann dem ASV mit drei Assen den K. o. „Vorher hatten wir seine Angabe sehr gut unter Kontrolle. Am Ende haben Kleinigkeiten den großen Unterschied ausgemacht“, bedauerte Tim Albrecht.


TSV Lola – Ahlhorner SV 3:0 (11:8, 11:2, 11:4): Trotz des bereits feststehenden Abstiegs wollten Albrecht und seine Mitstreiter „die Saison mit einem Sieg und einem guten Gefühl beenden“. Doch dem stand vor allem Rouven Kadgien im Wege. Der Angreifer des Gastgebers stellte den ASV vor unlösbare Probleme.

„Direkt nach dem Spiel war die Enttäuschung natürlich groß, dass wir es nicht geschafft haben, die Liga zu halten“, erklärte Tim Albrecht. „Schade, dass es nicht gereicht hat, obwohl wir alles rausgeholt haben. Aber man muss anerkennen, dass Kellinghusen und Moslesfehn besser waren“, gab der Nationalspieler zu. „Nun gilt es, im nächsten Jahr in der zweiten Liga wieder neu anzugreifen und möglichst gleich den Wiederaufstieg zu schaffen“, gab ASV-Faustballabteilungsleiter Ulrich Meiners als Marschroute für die kommende Feldsaison aus.

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Ahlhorner SV