Ahlhorner SV Faustballsport

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Deutscher Meister II 01.09.2019

10.09.2019 – Wer hätte das erwartet?
Rückblick auf die Feldsaison unserer Bundesligafrauen

„Wenn es dabei gelingen sollte, den Favoriten aus Brettorf, Kellinghusen, Moslesfehn und Schne-verdingen ein bisschen in die Suppe zu spucken, wäre die Freude sicherlich nicht gering. Aber wichtiger scheint, den Abstand zum Tabellenkeller von Anfang an groß genug zu halten, den Zu-sammenhalt im Team weiter zu stärken und die Freude am Faustball zu bewahren. Wie dem auch sei: Sicherlich wird es wieder eine tolle Saison!“


Mit diesem Zitat schloss die Vorschau auf die Bundesligasaison 2019, mit der „Faustball in Ahlhorn“ im April aufwartete. Harmonie und Teamgeist wiederhergestellt, Hoffnungen auf Erfolge eher durchwachsen bis nicht vorhanden. Mindestens drei von mindestens vier stärkeren Gegnern wären aus dem Wege zu räumen, um dann einen von zwei freien DM-Plätzen zu ergattern. Auch die Mannschaften aus Leverkusen und Hannover waren damals drauf und dran, immer dichter an die obere Tabellenhälfte heranzurücken, und waren nicht geneigt, die Punkte im Briefumschlag in Ahl-horn abzugeben. Veränderungen im Mannschaftsgefüge wie der Neuzugang von Michaela Grzywatz und der Rückzug von Sandra Wortmann wollten verkraftet sein.
Konsequenz: Ahlhorns Frauen beschränkten ihr Saisonziel auf den Klassenerhalt, wollten aber un-bedingt – wie bereits in der Halle zuvor – einen fröhlichen Kader stellen, dem Gemeinschaft und Freude am Faustball wichtiger waren als der absolute Erfolg. Und dann gelang die Quadratur des Kreises!
Klar, ein gerüttelt Maß Glück, das auf die Dauer nur der Tüchtige hat (fünf Euro in die Phrasen-schweinkasse!), mussten Imke, Janna und Co. In Anspruch nehmen. Und wer landet in der Endab-rechnung mit zehn Minuspunkten schon noch auf dem zweiten Tabellenplatz (Im Süden wär's Platz 5 gewesen!)? Aber die geringe Nervenbelastung, ja die Gelassenheit ob der o.g. Konstellation führte dazu, dass Eddas Mädels sich dann doch hinter dem einsamen Favoriten aus Schneverdingen gut in Position bringen konnten und am Ende die Nachbarn aus Brettorf mit hauchdünner Distanz in einem Herzschlagfinale (ASV: 22:10 Punkte bei 38:24 Sätzen; TVB: 22:10 Punkte bei 36:22 Sätzen) hinter sich lassen konnten. Dem SV Moslesfehn (ausgeglichene Bilanz mit 16:16) erging es ähnlich, nur weniger unglücklich.
Schon diesen zweiten Platz in der Nordtabelle hatte trotz des zwischenzeitlichen bronzenen Erfolgs auf kontinentaler Ebene keiner wirklich vorhergesehen. Was dann aber kam, schlug dem Fass den berühmten Boden aus – trotzdem war es am Ende gut gefüllt für so manchen tiefen Schluck hellen Gerstensaftes: Auf die Sekunde topfit und dennoch ohne große Erwartungen steuerte unser Team nach Kellinghusen zur DM-Endrunde, und zwar mit der klaren Vorstellung: „Calw, Dennach und Schneverdingen werden die Reihenfolge der Medaillen unter sich ausmachen. Aber wir werden frei aufspielen und freudig schönen Faustball spielen.“ Zweiter Satz richtig, erster Satz völlig falsch!
Mit hauchdünnen, aber umso verdienteren 3:2-Erfolgen gegen den DM-Neuling TV Segnitz (Quali-fikation: 11:8, 5:11, 11:8, 8:11, 11:8), den Deutschen Hallenmeister und ungeschlagenen Südersten TSV Calw (Halbfinale: 7:11, 11:8, 7:11, 11:9, 14:12) kämpfte sich unser Team ins Finale gegen den ewigen Konkurrenten und erneuten Nordersten TV Jahn Schneverdingen. Fiel dieser dritte Tur-niersieg etwa gegenüber den anderen beiden fast am leichtesten (11:6, 12:10, 5:11, 11:3)? Völlig überraschend und nach 14 von 15 möglichen meist extrem umkämpften Sätzen sicherten sich un-sere Mädels erstmals seit 2011 wieder die Krone des deutschen Frauenfaustballs.
So völlig aus dem Nichts strömte dieser wahnsinnige Erfolg freilich nicht an die Lethe. Die Zu-schauer hinter den Banden und am heimischen Lifestream waren sich weitgehend einig: 1) Micha-ela und Sarah bildeten die zuverlässigste Abwehr der DM. 2) Jannas Zuspiel wirkte souverän und unspektakulär, selten ging sie ein Risiko ein. 3) Imke agierte an der Leine mit der geringsten Ei-genfehlerquote aller Angreiferinnen, variabel und mit dem sicheren Auge für den richtigen Ball, ihre Kondition in der Sonnabendhitze war Folge einer sagenhaften Selbstdisziplin in der Vorbereitungs-phase der DM. 4) Feli und Tokessa fügten sich vorn rechts solide in das Mannschaftsgefüge ein, wagten nicht zu viel und setzten die taktischen Schachzüge des Trainergespanns gewissenhaft um. 5) Auf allen Positionen herrschte entspannte, geradezu fröhliche Kooperation, und vielleicht ist diese harmonische Gelassenheit, die man im Mannschaftssport viel zu selten findet, der eigentliche, in der Tiefe verborgene Schlüssel zu diesem sagenhaften ASV-Erfolg.
Wie dem auch immer sei: Was da in Kellinghusen geschah, kann der Außenstehende in noch so vielen Kaskaden nicht wirklich in Worte fassen. Wir überlassen daher einer Aktiven einen weiteren – weitaus geglückteren – Versuch, das „Wunder von Kellinghusen“ zu würdigen. Aus der Sicht der beteiligten Abwehrspielerin schildert Sarah Reinecke mit ebenso treffenden wie bewegenden Wor-ten im Folgenden die drei DM-Spiele.
Vorher noch ein letzter Gedanke zum Endspiel: Fragt einmal nach, liebe Leser, wie der entschei-dende Punkt, der Matchpoint, zustande kam, und vergleicht dann mit anderen Sportarten! Kompli-ment an den TV Jahn! Chapeau!
Horst Strömer

Der Schlüssel zum Erfolg: Teamgeist!
Ein DM-Rückblick von Sarah Reinecke


Angst, Freude, Frust, Glück! Dieses Wochenende brachte so viele Emotionen wie fast nie zuvor. Wir fuhren nach Kellinghusen ohne große Erwartungen. Klar, wir wollten das erste Spiel gewinnen, aber uns war ebenso deutlich bewusst, wie schwer dies fallen würde. Und das hat man am Samstag auch deutlich gespürt. Alle waren angespannt, und wir kamen noch nicht so richtig ins Spiel. Dennoch haben wir es gemeinsam geschafft, das erste Spiel zu gewinnen, und schon darüber haben wir uns riesig gefreut. Natürlich wurde es dadurch nicht einfacher, denn nun wartete auf uns im Halbfinale der amtierende Deutsche Hallenmeister.
Schon oft haben wir gegen den TSV Calw gespielt und verloren, aber an so einem Wochenende kann alles passieren! Wie sagt man doch? Eine Meisterschaft hat ihre eigenen Gesetze. Und so war auch dieses Match ein Kopf-an-Kopf-Rennen, in dem wir aber immer besser zu unserem Spiel fanden. Imke, Tokessa und Feli wussten ihre Stärken gekonnt einzusetzen und auch in der Abwehr stimmten wir uns immer besser untereinander und aufeinander ab. Dass wir uns so schnell mit neuen Spielerinnen oder anderen Positionen zurechtfinden, ist ja auch nicht gerade selbstverständlich. Nerven- und kampfstark bezwangen wir die Löwen im letzten Satz mit langen Ballwechseln, es war einfach unglaublich! Noch vor ein paar Wochen auf den letzten Drücker hauchdünn zur Deutschen qualifiziert und nun im Finale derselben! Darauf hätte im Vorfeld wohl niemand gewettet.
Dass man die ASV-Frauen aber immer auf der Rechnung haben muss, haben wir schon oft bewiesen. Bei so einem Event rufen wir alle unsere letzten Reserven ab. Die Saison war ja durch den späten DM-Termin recht lang und wies eine üppige Pause nach dem letzten Spieltag auf. Dennoch konnten wir unsere Form gut konservieren.
So hieß es also wieder: Schneverdingen gegen Ahlhorn. Wie oft in den letzten Jahren haben wir gegeneinander gespielt und sind auch oft im Finale aufeinandergetroffen, jedoch meistens mit dem besseren Ende für die Heidschnucken! Da wir aber diesmal völlig unerwartet im Finale standen, hatten wir irgendwie nichts zu verlieren. Entspanntes Frühstück am Sonntagmorgen, etwas Singsang während der Busfahrt, das hat es schon lange nicht mehr gegeben.
Und auch auf dem Spielfeld hat man uns das sofort angemerkt: Wir haben irgendwie völlig befreit und entkrampft aufgespielt, wollten aber auch diesmal unbedingt zeigen, dass wir gegen Schneverdingen gewinnen können! Angepeitscht durch unsere Fans, konnten wir so, auch bei größerer Gegenwehr aus der Heide, unser Spiel und unsere Taktik durchsetzen, und am Ende waren wir tatsächlich Deutscher Meister! Und nebenan hatte unsere weibliche U12 Bronze gewonnen und stürmte dann zu uns aufs Feld, so konnten wir alle zusammen jubeln und unser Glück kaum fassen.
Ein großer Dank geht an unsere mitgereisten Fans: Ihr habt uns so toll angefeuert und habt an uns geglaubt, mehr wahrscheinlich sogar als wir selbst. Dafür nun ein ganz großes Dankeschön, das war wirklich toll!

 

Faustball - Spielregeln

Sehr anschaulich auf der IFA-HP dargestellt!
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DM im Sportdeutschland.TV

DM im sportdeutschland. tv --- Alles noch einmal miterleben ....!!!!!
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ASV-Förderverein

Verein zur Förderung des Faustballsports in Ahlhorn
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