Vorwort Programmheft 2

Vorwort Programmheft 2

30.03.2020

Da haben die Großen, die Erstklassigen einmal mehr Glück gehabt, und es trifft wieder die Jugend! Ungerecht ist das schon irgendwie!
Unbehelligt, ja ausgezeichnet organisiert, gingen in Schneverdingen und Mannheim (dort zum dritten Male in Folge) die Deutschen Meisterschaften der Frauen und Männer über die Bühnen, vor großer Kulisse und mit meist überdurchschnittlichen Leistungen, vor allem jedoch: früh im Jahr, also präcoronal! Dass wieder zweimal bronzenes Edelmetall ins Oldenburger Land vergeben wurde (an die Brettorfer Männer sowie an unsere Frauen), freut uns dabei ganz besonders, und dem neuerlichen ASV-Erfolg wird sich „Faustball in Ahlhorn“ natürlich rückblickend auch widmen. Alles begann also wie gewohnt bzw. wie erhofft.

Und dann der scharfe virale Einschnitt, wie ein Messer mitten ins Faustballerherz, vorbei an der Lunge:


Alle weiteren Deutschen Meisterschaften und alle anderen hochkarätigen Veranstaltungen zunächst bis in den April hinein abgesagt bzw. zumindest verschoben: „Die DFBL hat wegen der Corona-Problematik alle nationalen Wettkampfveranstaltungen bis einschließlich 05.04.2020 abgesagt. Das ist natürlich sehr schade, aber bei der aktuellen Lage wohl nicht zu umgehen.“ (DFBL-Wettkampfwesen, Karl Ebersold).
(Nun wird als eventuell möglicher Punktspielbeginn der Feldsaison der 20. Juni anvisiert !!!!)
Der Aussage von Karl Ebersold ist nichts hinzuzufügen.
Klar: Die DFBL-Funktionäre (sehr hart betroffen z.B. Ulli der Schreckliche) haben zusätzlich anstrengende Organisations- und Überzeugungsarbeit zu leisten und machen sich schuldlos unbeliebt. Klar auch: Gerade unsere Sportart benötigt die öffentliche Aufmerksamkeit und Resonanz solcher Großveranstaltungen, um für sich zu werben und von den Medien nicht vollends an den Rand gedrängt zu werden.
  Klarer noch: Die Organisatoren diverser Meisterschaften haben Zeit, Kraft, Geld und Sachmittel vergeblich investiert und sind enttäuscht. Am klarsten aber: Die qualifizierten (meist sehr jungen) Sportlerinnen und Sportler haben sich im Schweiße (nicht nur) ihres Angesichts in den Kreis der besten zehn Teams ihrer Altersgruppe durchgefaustet und ihre Vorfreude auf das Erlebnis DM war riesengroß, zumal demografisch nur ein paar Jahre als Zeitfenster zur Verfügung stehen und sie auf einmalige soziale und sportliche Zugewinne verzichten müssen. Und es gibt vor allem keinen, dem man vor Wut und Enttäuschung Faustbälle ins Gesicht knallen könnte.

So bleibt uns nur übrig, liebe Faustballfreunde, anzuerkennen, dass die ergriffenen Maßnahmen richtig und außerdem – im wörtlichen Sinne – „not-wendig“ sind. Vielleicht bleibt es ja bei „Ver-schiebungen“...
Vielleicht tritt rechtzeitig Entwarnung auf, schon zum Sommer, zum 20. Juni ???
Vielleicht können Maßnahmen der Solidarität in anderen gesellschaftlichen Bereichen uns Zufriedenheit verschaffen. Vielleicht können wir wieder etwas mehr „zusammenrücken“, oder ist das momentan eher falsch?
Vielleicht führt uns ja eine wie auch immer geartete Quarantäne zurück zu etwas mehr Ruhe und gedanklicher Einkehr.
Vielleicht werden wir dann einmal mehr mit der Einsicht konfrontiert, dass der Mensch nicht alles richten kann und als „Krone der Schöpfung“ gar nicht so recht taugt.
Nicht zufällig heißt Corona ja Krone...

Und vielleicht findet ihr schließlich etwas mehr Zeit, um in der vorliegenden Broschüre zu blättern! Viel Spaß dabei und bleibt gesund! Und dann geht’s – gestärkt durch neue Erkenntnisse – sicher auch bald wieder mit dem runden Leder weiter. In diesem Sinne wünschen eine kreative Zeit

Eure Ahlhorner Faustballer
 
(Horst Strömer)

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