Deutscher Meister

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28.09.2020

DEUTSCHE MEISTERSCHAFTEN IM FELDFAUSTBALL
Corona verhindert möglichen Doppelsieg für Ahlhorns Faustballer
Nach NWZ - Michael Hiller

Freud und Leid lagen bei den Faustball-U-16-Teams des Ahlhorner SV am Wochenende dicht beieinander: Während die Mädchen den Titel gewannen, konnten die Jungen ihr Turnier wegen eines Coronafalls nicht zu Ende spielen.


AHLHORN Die Corona-Pandemie bleibt allgegenwärtig – und nimmt weiterhin großen Einfluss auch auf das sportliche Leben. Das musste die Faustball-Abteilung des Ahlhorner SV am Wochenende am eigenen Leib erfahren – wobei hier Freud und Leid dicht beieinander lagen. Während die Mädchenmannschaft der weiblichen U 16 in Vaihingen an der Enz nach tollen Leistungen die Deutsche Meisterschaft gewann, konnten die Ahlhorner Jungen ihr Turnier im südlicher gelegenen Vaihingen (bei Stuttgart) nicht mehr zu Ende spielen.

Mitschüler infiziert

Dabei lag auch die männliche U 16 des ASV nach der Vorrunde auf Medaillenkurs, nachdem das Team des Trainerduos Nils-Christoffer Carl/Sven Wilke alle Gruppenspiele gewonnen hatte. Doch dann folgte die Hiobsbotschaft: Beim Klassenkamerad eines Spielers war eine Corona-Infektion nachgewiesen worden. Zwar hatte der ASV-Akteur keinen engeren Kontakt zu dem Mitschüler gehabt, dennoch war die gesamte Klasse per Mail informiert und in Quarantäne geschickt worden. „Unseren Spieler erreichte die Nachricht erst am Samstagabend“, berichtete Ahlhorns Faustball-Abteilungsleiter Ulrich Meiners. Also brach das gesamte Team schweren Herzens die Meisterschaft ab und fuhr noch nachts nach Hause.
Sportlich war bis dahin alles nach Plan gelaufen, denn viermal hatten die Ahlhorner gegen Berliner TS (11:6, 11:8), NLV Vaihingen (11:9, 11:5), TV Unterhaugstett (11:6, 9:11, 11:7) und TV Bretten (10:12, 11:7, 11:4) das Feld als Sieger verlassen. Damit hätte der ASV direkt im Halbfinale gestanden – wenn für ihn nicht das dramatische und abrupte Ende der Meisterschaft gekommen wäre...

Das Schicksal der Ahlhorner Jungen hatte sich natürlich auch schnell zu den Mädchen des Vereins rumgesprochen, die rund 60 Kilometer nördlich ebenfalls auf Goldkurs steuerten. „Wir haben am Sonntag auch für unsere Jungs gespielt“, sagte Trainerin Bianca Nadermann und ergänzte: „Es tat uns mega leid, dass sie nach Hause fahren mussten.“

Nur ein Satz abgegeben
Am Samstag hatten die als Topfavorit angereisten Ahlhornerinnen ihre Pflicht erfüllt und alle vier Vorrundenspiele gewonnen. Lediglich in der Auftaktpartie gegen MTV Wangersen hatte das Team von Nadermann und Edda Meiners mit Startschwierigkeiten zu kämpfen (11:5, 9:11, 11:7). „Danach lief es aber wie am Schnürchen“, kommentierten die beiden Trainerinnen die folgenden 2:0-Erfolge gegen TV Stammbach (15:14, 11:4), TSV Karlsdorf (11:7, 11:7) und TV Hohenklingen (11:4, 11:7).

Im Halbfinale kam es erneut zum Duell mit Stammbach. Diesmal dominierten die Ahlhornerinnen beim 11:3, 11:3 noch deutlicher. Im letzten Spiel des Turniers lieferten sich der ASV und Gastgeber TV Vaihingen/Enz schließlich ein hochklassiges Finale. Im ersten Satz holte Ahlhorn einen 1:3-Rückstand zügig auf und setzte sich am Ende mit 11:7 durch. Noch umkämpfter verlief der zweite Abschnitt. Beim 10:9 ließ Ahlhorn einen Matchball aus, um danach selbst beim 10:11 einen Satzball abzuwehren. Der zweite Matchball brachte dann den Sieg, als Vaihingen eine Angabe in die Leine schlug – 13:11.

Abschluss der Feldsaison
„Es war eine geschlossene Mannschaftsleistung, alle haben an einem Strang gezogen“, lobten Nadermann und Meiners ihre Mannschaft für ein sehr konzentriert gespieltes Turnier.
Es war gleichzeitig der Abschluss der Feldsaison, in der zuvor schon die Ahlhorner Frauen einen Titel sowie die weibliche U 18 die Bronzemedaille geholt hatten.

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E-Mail: ulrich.meiners(at)ewetel.net

Ahlhorner SV