Programmheft Nr. 5

Programmheft Nr. 5

25.10.2020

Vorwort
von Horst Strömer
Liebe Freunde des Faustballsports,
nichts ist mehr, wie es war – weltweit, in Europa sowie in unserer Republik und auch im kleinen Ahlhorn in der Gemeinde Großenkneten!


Freilich gibt es erheblich Schlimmeres als unsere sportlichen Einschränkungen durch das Virus: Neben schwerwiegenden Erkrankungen, die bis zum Tode führen können, und neben ökonomischen Katastrophen, die ganze Existenzen zu zerstören vermögen, erscheinen unsere Sorgen klitzeklein. Und daher sollten wir den Kampf der Faustballer mit dem Virus als das betrachten, was es wirklich ist: ein Nebenkriegsschauplatz, auf dem wir uns für eine der schönsten Randerscheinungen einsetzen, die wir kennen. Also sollten wir nicht mit der Verbissenheit, ja Verblendung fechten, mit der in den Kommerzsportarten um öffentliches Image, um Zuschauerkontingente und um Kapital gerungen wird. By the way: Können Ringer überhaupt fechten? Oder Fechter ringen?
Aber hat es unsere kleine, feine Sportart nicht auch bzw. erst recht verdient, dass wir – ohne ökonomischen Firlefanz und mediale Omnipräsenz – schlicht unseren Neigungen nachgehen, unserer Bewegungsfreude frönen, unsere sozialen Kontakte pflegen dürfen, einfach um der Sache, um des Faustballs willen, voller Rück- und Vorsicht, aber aus Freude? Und als „Nichtkontaktsportart“!
Wir bedauern z.B. arg, dass unsere U16-Jungs ihre DM nach absolut erfolgreicher Vorrunde nicht abschließen konnten, zumal sie mit zweifacher Medaillenchance bereits ins Halbfinale vorgedrungen waren und mit etwas Glück vielleicht sogar ein weiterer der seltenen „Titel im Doppelpack“ drin gewesen wäre, da die Mädel zeitgleich DM-Gold holten. Auch aus Altersgründen war der vorzeitige DM-Rückzug bedauernswert, denn so häufig hat man als Jugendlicher selbst bei uns in Ahlhorn nicht die konkrete Chance auf einen Deutschen Meistertitel. Und die Schuld für das Aus am grünen Tisch kann man nun wirklich keinem der Jungs in die Stollenschuhe schieben.
Ähnlich ungewöhnlich verlief die Feldsaison in den Leistungsklassen, allerdings mit golden glänzenden Erfolgen bei unseren Frauen. Die Männer hingegen hatten gar nicht recht angefangen zu hechten, legen und hauen, da waren sie schon wieder rausgeflogen. Für die bevorstehende Hallensaison ist ein „normaler“ Spielplan entworfen worden. Ob er jedoch auch eingehalten werden kann? Zumindest bleibt ein Gefühl tiefer Verunsicherung, und von einer geordneten Vorbereitung kann ebenfalls nicht gesprochen werden.
Schließlich noch ein paar Gedanken über die Funktionäre, z.B. Ulli den Schrecklichen als Präsidenten der Deutschen Faustball-Liga. Wie viele Zusatzstunden sie wohl mit den heißgeliebten Videokonferenzen zugebracht haben, Stunden, die sie vielleicht lieber in der Natur, am Rande sehenswerter Begegnungen oder gar selbst auf dem Grün ihres Sports zugebracht hätten! Sie trafen richtige, wenn auch schwerwiegende Entscheidungen mit massiven Einschnitten in den Spielbetrieb und machten ihren Job gut.
Das erhoffen wir auch von uns allen: „den Job gut zu machen“! Nur wenn wir und unsere Nachbarn in den „hot spots“ und am Rande davon vorsichtig, konsequent und verantwortungsvoll agieren, werden wir den Virus zurückdrängen und – um es eher sportlich zu formulieren – besiegen können. Und dann werden wir uns auch am geliebten Faustball wieder richtig erfreuen können. AHA!
Vorerst aber wieder viel Freude beim Schmökern im neuen „Faustball in Ahlhorn“-Heftchen. Es geht auf den ersten Blick von einer fast normalen Hallensaison 20/21 aus und fordert alle Leserinnen und Leser auf, mit der Pandemie zielführend umzugehen: vorsichtig, konsequent und verantwortungsvoll eben!

Eure Ahlhorner Faustballer und
Eure Redaktion „Faustball in Ahlhorn“

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