26.06.2010 – Ahlhorn. Moslesfehn. Vor großen Aufgaben stehen die Frauenmannschaften des Ahlhorner Sportvereins und des SV Moslesfehn Anfang Juli. Nach dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft (SV Moslesfehn) und der Deutschen Vizemeisterschaft (Ahlhorner SV) sind diese Teams für den Faustball Europacup vom 1. bis 4. Juli in Lana/ Italien qualifiziert.
Trotz der großen finanziellen Belastung werden sich beide Teams auf den Weg nach Italien machen. „Diese sportliche Herausforderung können wir uns nicht entgehen lassen!“ heißt es unisono in den Vereinsvorständen.
Der Europacup in Italien fällt mitten in die Bundesligasaison. „Das passt eigentlich hervorragend. So müssten wir unsere optimale Leistung abrufen können!“, erklärt Frank Kannegießer, Trainer des Deutschen Meisters SV Moslesfehn.
Edda Meiners, Trainerin des Ahlhorner SV, pflichtet ihm bei: „So sind wir gut im Rhythmus, das könnte sich eventuell positiv auswirken!“
Beide Teams stehen zwar an der Spitze der Faustball Bundesliga Nord, aber international gelten andere Gesetze.
Europacupverteidiger ist das österreichische Ausnahmeteam Union Arnreit, das auch als Top-Favorit gehandelt wird. Aber auch der Schweizer Meister STV FB Embrach wird nach dem Gewinn der Europameisterschaft durch die Schweiz ganz oben gehandelt. Die beiden deutschen Vertreter, Ahlhorn und Moslesfehn, werden von den Experten zum erweiterten Favoritenkreis gerechnet.
In der Vorrundengruppe A des Achter-Feldes trifft der Ahlhorner SV auf den Schweizer Meister STV FB Embrach, den österreichischen Europacupverteidiger Union Arnreit und den italienischen Meister SSV Bozen. „Um das Halbfinale zu erreichen, benötigen wir zwei Siege! Das wird gegen die Top-Teams verdammt schwer!“, weiß Ahlhorns Trainerin Edda Meiners um die Härte der Vorrundengruppe A.
Aber auch die Vorrunde B ist für den SV Moslesfehn kein Selbstläufer. Das Team trifft auf den Schweizer Vizemeister FBE Schlieren, den Mitfavoriten und österreichischen Meister ASKÖ Linz und den Drittplatzierten der österreichischen Meisterschaft SU Raika Zwettl. „Nach dem guten Abschneiden im den letzten Jahren, erst eine Bronzemedaille (2008), dann eine Silbermedaille (2009) möchten wir uns möglichst noch einmal steigern!“, gibt Trainer Frank Kannegießer eine anspruchsvolle Devise aus. Als Europacupsieger würde sogar die Teilnahme am Weltcup winken ...!