01.03.2010 – ASV-Faustballerinnen feiern nach 3:2-Finalerfolg gegen Moslesfehn den dritten DM-Titel in Folge (nach Wildeshauser zeitung) Ahlhorn nutzt achten Matchball Wildeshausen - Von Michael Hiller.WARDENBURG · Faustball-Wahnsinn in der Sporthalle am Querkanal in Hundsmühlen:
Nach einem hochklassigen und an Dramatik nicht zu überbietenden Finale verteidigten die Frauen des Ahlhorner SV gestern Nachmittag ihren Deutschen Meistertitel. In der Neuauflage des Vorjahreshalbfinals setzten sich die Ahlhornerinnen gegen den Gastgeber SV Moslesfehn in fünf Sätzen durch (11:8, 11:3, 11:13, 5:11, 11:8).
„Same procedure...“: Die Frauen des Ahlhorner SV bejubeln den Deutschen Meistertitel.
„Ich habe zwischenzeitlich schon nicht mehr daran geglaubt, dass wir das Spiel gewinnen“, gab ASV-Trainerin Edda Meiners zu. Ihr Team schien nach einer 2:0-Satzführung und mehreren vergebenen Matchbällen völlig einzubrechen, der SV Moslesfehn glich unter dem tosenden Applaus der heimischen Fans aus und erzwang den entscheidenden fünften Satz. „Hier haben wir dann zum Glück zu unserem Spiel zurückgefunden und sind mit den kurzen Bällen zum Erfolg gekommen“, war Edda Meiners hinterher einfach nur erleichtert über die erfolgreiche Titelverteidigung.
Das packende Endspiel war der krönende Abschluss einer hervorragenden Deutschen Meisterschaft, die der SV Moslesfehn organisatorisch und auch sportlich – zumindest bis zum Finale – bestens im Griff hatte. Mit Ahlhorn und Moslesfehn standen auch die beiden besten Teams im Finale und boten dem Publikum in der gut gefüllten Halle Spannung, Kampf und jede Menge spektakuläre Ballwechsel.
Dabei hatte das Finale relativ einseitig begonnen. Der Ahlhorner SV spielte von Beginn an konzentriert und kompakt auf und gewann den ersten Durchgang mit 11:8, den zweiten sogar noch deutlicher mit 11:3. Als die Ahlhornerinnen im dritten Satz mit 10:7 führten und drei Matchbälle hatten, glaubte kaum noch jemand an Gastgeber SV Moslesfehn. Doch weit gefehlt: Die eingewechselte Saskia Menken und Melanie Zingrosch im Angriff brachten ihre Mannschaft wieder zurück ins Spiel. Moslesfehn wehrte insgesamt vier Matchbälle ab, gewann den Durchgang noch mit 13:11 und verwandelte die Halle in einen wahren Hexenkessel. Die Ahlhornerinnen zeigten sich anschließend beeindruckt vom „Comeback“ der Moslesfehnerinnen, gaben auch Satz vier mit 5:11 klar verloren.
Im entscheidenden Durchgang setzten die Ahlhornerinnen aber wieder die Vorgaben ihrer Trainerin um und führten schnell mit 10:5, ehe erneut das Zittern losging und Moslesfehn die Matchbälle fünf bis sieben abwehrte. Der achte sollte dann aber die Entscheidung bringen, und mit einem weiteren kurzen Ball war die dritte Deutsche Hallenmeisterschaft in Folge für den Ahlhorner SV perfekt.
Die Bronzemedaille hatte sich zuvor der Süd-Meister TSV Dennach durch ein überraschend deutliches 3:0 gegen Westfalia Hamm gesichert (11:7, 11:4, 11:5).