02.02.2010 – Pappnasen II: Alles im Wandel? Zur aktuellen Situation in der Männer-Bundesliga und zur Hallen-DM am 6./7. März 2010 Wir sprachen mit Recht vom klassischen Fehlstart, vom Kampf um den Klassenerhalt, vom ebenso tapferen wie erfolglosen Widerstand der „Jungs aus dem Lethedorf“ gegen die militärische Übermacht der Spitzenteams - aber wir hielten den „Asterixen aus Ahlhorn“, den Pappnasen, die Treue. (Horst Strömer)
Und das war richtig! Denn die spinnen, die Römer!
Niederlagen gegen die übermächtigen „Dorfteams“ aus Hammah und Brettorf und gegen die ebenso schlagkräftigen Faustballriesen aus der Hauptstadt! Wer gab damals in den ersten Adventstagen noch einen Pfifferling auf die ASV-Pappnasen von Trainer Ralf Kreye? Dann ging ein vorweihnachtlicher Ruck durch die Truppe, sie packte sich am eigenen Schopf und zog sich aus dem Sumpf. Zwar brennt’s gewöhnlich nicht im Morast, aber sonst: Phönix aus der Asche! Und das war kein Karneval!
Mit 0:6 Punkten in die Saison gestartet, dann sieben Siege in Folge, und nun mit 14:6 Punkten auf einem DM-Platz, darunter Erfolge gegen alle Topteams der Nordliga: gegen den Deutschen Hallenmeister und Tabellenführer aus Hammah, gegen die angriffslustigen, erfolgsverwöhnten Nachbarn aus Brettorf - die mit den tollen Zuschauern - und nun auch gegen den amtierenden Deutschen Freiluftchampion und Tabellenzweiten VfK Berlin. Da kann doch nichts mehr passieren, Asterix hat die Römer im Griff!
Wir forderten Anfang Dezember unseren Trainer Ralf Kreye auf, die Kartenmischmaschine wieder anzuwerfen, seine Jungs hörten den Ruf, und jetzt haben wir alle Trümpfe selbst in der Hand. Nun allerdings ist es wiederum an uns zu warnen: Die Matches in Essel (6. Februar) und „daheim“ gegen den TKH (20. Februar, 16.00 Uhr in Huntlosen) sollten wir auf dem Papier gewinnen können. Genau da aber liegt die Gefahr! Falls dieses Bild im Faustball überhaupt stimmt: Haltet den Ball flach, Jungs! Arbeitet solide weiter! Nutzt die Euphorie, die Harmonie und mannschaftliche Geschlossenheit, die solch ein Erfolg wie selbstverständlich erzeugt! Aber werdet nur nicht überheblich! Dann müsste das Wunder doch zu vollbringen sein.
Stark wäre es ja: Die Berliner werden „rausgekickt“, und an der Seite des bereits qualifizierten MTV Hammah fahren Anfang März die Brettorfer und die Ahlhorner nach Staffelstein zur DM. Drei Dörfer auf dem Weg zu weiterem Faustballruhm! Ihr habt es in der Hand, Jungs! Haut rein! Wenn es nach dieser Aufholjagd nicht gelingt, seid ihr sicherlich die Pappnasen!