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Bronzemedaille im Europapokal 05.07.2009

06.07.2009 – EUROPAPOKAL Moslesfehn und Ahlhorn erreichen in der Schweiz zweiten und dritten Platz (nach NWZ - OLE ROSENBOHM) IM HALBFINALE BESIEGTE DER SVM DEN LOKALRIVALEN ASV. SIEGER WURDE ARNREIT AUS ÖSTERREICH.


OLDENBURG/EMBRACH - Die Ahlhorner Faustballerinnen haben knapp vier Monate nach dem Gewinn des Hallen-Europapokals den fünften europäischen Titel auf dem Feld seit 2003 verpasst. Regional-Konkurrent SV Moslesfehn durfte dagegen im schweizerischen Embrach zunächst den 3:1-Halbfinalsieg gegen Dauerrivale ASV und später den zweiten Platz feiern. Europacupsieger wurde der österreichische Meister Union Arnreit, der im Endspiel gegen Moslesfehn mit 3:0 (11:8, 11:6, 11:5) gewann. Ahlhorn, das die Vorrunde mit drei klaren Siegen dominiert hatte, blieb Platz drei.

SVM mit guten Nerven

In der zweitägigen Hitzeschlacht behielten die Moslesfehnerinnen in entscheidenden Momenten einen kühlen Kopf. In der etwas stärker einzuschätzenden Vorrundengruppe B verlor der SVM gegen Arnreit deutlich, schlug aber dann den Schweizer Meister STV Schlieren 3:0.

Im letzten Vorrundenspiel reichte gegen STV Wigoltingen (Schweiz) ein einziger Satzgewinn zu Platz zwei und damit für das Erreichen des Halbfinales. Dieser wurde im zweiten Durchgang gewonnen: In der Verlängerung behielt der SVM die Nerven und siegte 15:13. „Danach konnten wir uns für das Halbfinale schonen“, sagte Moslesfehns Betreuer Manfred Grüning.

Das sollte sich an Tag zwei auszahlen. Bei Temperaturen über 30 Grad teilte sich Moslesfehn die Kräfte besser ein, auch tauschte das Betreuerteam Doris Schmertmann und Manfred Grüning die Angreiferinnen Sandra Mundt, Melanie Zingrosch und Saskia Menken geschickt ein und aus. Den ersten Satz gewann noch der ASV (11:8), auch im zweiten (10:8) und dritten Durchgang (6:1, 9:6) führte das Team von Trainerin Edda Meiners. Doch die entscheidenden Punkte setzte Moslesfehn. Besonders Sandra Mundt war nicht zu stoppen und führte ihren SVM zu drei Satzerfolgen (12:10, 13:11, 11:6).

Arnreit im Endspiel besser

Im Endspiel gegen Arnreit konnte der SVM nur den ersten Satz offen gestalten, danach dominierte das Team um das 18-jährige Talent Magdalena Lindorfer (Grüning: „Sensationell, was die spielt“). „Das war trotzdem ein Super-Wochenende“, bilanzierte Grüning. „Das Team ist über sich hinausgewachsen und hat am zweiten Tag alle Nervosität abgelegt.“

Vorher hatte sich Ahlhorn in einem etwa 90 Minuten dauernden Kampf in sengender Mittagshitze mit einem 3:2 gegen Gastgeber FB Embrach Platz drei erkämpft und dabei endlich auch mentale Stärke bewiesen: Der ASV lag schon mit 0:2 Sätzen und im entscheidenden Durchgang mit 1:5 hinten. „Eine große Leistung“, urteilte Trainerin Edda Meiners nach der Aufholjagd.
Im Oktober kann das Team doch noch einen internationalen Titel gewinnen: in Brasilien beim Turnier um den Weltpokal.

 

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