Das Objekt der Begierde: Den 5000g schweren Europapokal der Frauen möchte jedes der acht teilnehmenden Teams am Ende in ihren Händen halten.
Ahlhorn. Vor großen Aufgaben steht die Frauenmannschaft des Ahlhorner Sportvereins in dieser Faustball Saison. Nach dem wohl erfolgreichsten Jahr (2008) in der Geschichte des Ahlhorner Frauenfaustballs - die Mannschaft wurde Deutscher Meister und Europapokalsieger – ist man in der Saison 2009 automatisch für die internationalen Wettbewerbe qualifiziert:
Als Deutscher Meister muss der Ahlhorner SV in knapp zwei Wochen beim Europapokal in der Schweiz antreten; als letztjähriger Europapokalsieger ist der ASV sogar für den Weltpokal im Oktober in Brasilien qualifiziert.
Hier könnte der Ahlhorner Sportverein auf die Kontinentalsieger aus Südamerika (Duque des Caicias Curitiba, Brasilien) und Afrika (SK Windhoek, Namibia) treffen.
Das wäre natürlich eine Riesenherausforderung für die Mannschaft und den Verein. Allerdings muss die Finanzierung dieses Projekts bis zu einer endgültigen Zusage Ende Juli gesichert werden. „Die Mannschaft will unbedingt spielen. Doch wir können die Spielerinnen nicht für ihre Erfolge selbst zur Kasse bitten!“, unterstreicht der 1. Vorsitzende des Ahlhorner SV, Siegfried Kamp, die Notwendigkeit der intensiven Sponsorensuche.
Fest steht die Teilnahme am Europapokal am 3.-5. Juli in Embrach in der Schweiz. Mitten in der Bundesligasaison, hier führt man zurzeit die Tabelle an, steht für die Frauen des Ahlhorner Sportvereins dieses internationales Großereignis auf dem Plan.
„Wir fahren zwar als Bundesligaspitzenreiter und als Europapokalverteidiger in die Schweiz, aber international gelten andere Gesetze!“, erklärt Ahlhorns Trainerin Edda Meiners.
In der Vorrundengruppe A des Achter-Feldes trifft der Ahlhorner SV auf den Schweizer Meister STV FB Embrach, den österreichischen Vizemeister SU Raika Zwettl und den deutschen Vizemeister TV Bretten. „Um das Halbfinale zu erreichen, benötigen wir zwei Siege!“, weiß Trainerin Edda Meisners um die Schwere der Aufgabe.
Aus dem Landkreis ist nach dem vierten Platz bei der letztjährigen DM und dem Verzicht des Bronzemedaillengewinners TSV Dennach (offiziell aus finanziellen Gründen) gerade noch der SV Moslesfehn in das Achterfeld gerutscht. Das Team trifft in der Vorrunde B auf den Schweizer Vizemeister STV Wigoltingen, den Mitfavoriten und österreichischen Meister Union Arnreit und den Drittplatzierten der Schweizer Meisterschaft FBE Schlieren. „Nach dem Gewinn der Bronzemedaille im letzten Jahr möchten wir bei unseren zweiten internationalen Auftreten mindestens genauso gut abschneiden!“, gibt Trainer Frank Kannegießer eine anspruchsvolle Devise.
Das Ahlhorner Aufgebot: Alexa Pabst, Annika Lohse, Celina Minx, Janna Meiners, Andrea Besser, Marie Therese Warnick, Sarah Meyer, Imke Schröder; Trainerin: Edda Meiners.
Das Moslesfehner Aufgebot: Melanie Zingrosch, Jessica Kohnen, Sandra Mundt, Christina Fortino, Carola Wilke, Sabrina Ahrens, Karen Meyer, Saskia Menken; Trainer: Frank Kannegießer.


