AHLHORN (ole) Horst Strömer ist mächtig stolz. Die Nominierung der Bundesliga-Faustballerinnen des Ahlhorner SV für die Sportlerwahl des Jahres 2008 des Landessportbundes habe den Pressesprecher des Vereins "wahnsinnig überrascht - wenngleich sie mehr als verdient ist".
"Schließlich hat Faustball nicht die mediale Präsenz wie andere Sportarten", erklärt Strömer. Die Nominierung sei folgerichtig eine "kleine Sensation". Und eine Anerkennung. "Eine Anerkennung der außerordentlichen Leistungen des Teams", betont der 57-Jährige. So gewann die Mannschaft von Trainerin
Edda Meiners in diesem Jahr die Deutschen Meisterschaften sowohl in der Halle als auch auf dem Feld. Und auch den Europapokal heimste die Mannschaft ein. Den Gewinn des Weltpokal-Finales verpassten die ASV-Frauen nur ganz knapp.
Große Chancen, die Wahl am 13. Februar im Congress Centrum von Hannover auch gewinnen zu können, habe die Mannschaft aber nicht, glaubt Strömer: "Höchstens Außenseiterchancen." Denn die Gegner sind namhaft. So stehen unter anderem Fußball-Bundesligist VfL Wolfsburg, Handball-Erstligist HSG Nordhorn und die Erstliga-Basketballer EWE Baskets Oldenburg zur Wahl. "Und da stehen ganz andere Fangruppen dahinter", ahnt Strömer: "Ich bin mir nicht sicher, ob wir wirklich einen der vorderen Plätze erreichen können."
Aber egal. Der Pressewart ist sicher: "Unabhängig davon, wie es ausgeht - allein die Nominierung kann den Faustballsport pushen."
Und vielleicht gelingt den ASV-Frauen ja doch eine weitere Überraschung. "Vielleicht setzten die Faustballer ja ein Zeichen für ihren großen Zusammenhalt und stimmen alle für uns - und damit für das einzige zur Wahl stehende Frauenteam", hofft Strömer: "Schließlich hat Faustball eine enorme Bedeutung für die gesamte Region."
Wer für die Ahlhornerinnen abstimmen möchte, kann dies im Internet unter www.balldessports.de tun.

